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Brokkoli kochen

Brokkoli kochen

Brokkoli ist eines der Gemüse, die wir im Kindesalter nur mit gerümpfter Nase betrachten, die wir im Erwachsenenalter aber immer mehr zu schätzen lernen. Der leckere grüne Brokkoli kann in zahlreichen Varianten zubereitet werden, ob als Einlage für einen frischen Salat, als Gemüsebeilage zu Fleisch, oder als Hauptspeise mit leckerer Béchamelsauce oder Sauce Hollandaise, Brokkoli schmeckt in vielen Variationen. Insbesondere mit einem Dip gereicht, kann er auch abends vor dem Fernseher perfekt genossen werden.

Kleine Warenkunde

Doch bereits beim Kauf des Brokkolis können mitunter einige Fehler entstehen, die die ganzen Gerichte ungenießbar machen können, die damit zubereitet werden. Der Brokkoli sollte natürlich möglichst frisch sein, dies erkennen Sie an den festen und unbeschädigten Röschen des Gemüses. Die Farbe sollte kräftig grün und überall gleichmäßig stark sein. Einen alten Brokkoli erkennen Sie an geöffneten Blüten und gelben Brokkoliköpfen. Ist der Brokkoli derzeit nicht mehr in frischer Ausführung erhältlich, lohnt sich aber genauso die Tiefkühlware, die sogar von den Spitzenköchen mitunter gerne verwendet wird.

Ebenfalls lässt sich der Brokkoli einfach aufbewahren. Im Kühlschrank, genauer im Gemüsefach, bleibt er bis zu fünf Tagen lang frisch. Wer den Brokkoli kurz blanchiert, kann ihn auch einfrieren, so dass er sich bis zu einem Jahr hält. Die Stiele des Brokkoli können entgegen der landläufigen Meinung mit gegessen werden. Allerdings sollten sie vorher geschält werden.

Das Kochen

Bevor der Brokkoli gekocht werden kann, sollte er gründlich gewaschen werden. Danach folgt ein etwa 15-minütiges Bad in Essig- oder Salzwasser. Dieses hilft, die evtl. noch am Gemüse befindlichen Insekten abzulesen. Erst danach werden die harten Blätter entfernt. Der Brokkoli kann dann auch im Ganzen gegart werden.

Der Brokkoli wird meistens nur kurz blanchiert. In diesem Fall eignet er sich ideal für Salate, als fast rohe Kost mit einem Dip serviert oder als Belag auf einer selbst gemachten Pizza, sowie als Bestandteil von Aufläufen. Vollständig gegart, schmeckt der Brokkoli mit Sahnesaucen, der Sauce Hollandaise und vielen anderen Saucen. Auch gedämpft werden kann der Brokkoli, wird er danach noch kurz in Butter geschwenkt und mit feinsten Mandelblättchen serviert, so kann er auch als Hauptspeise verzehrt werden.

Die wichtigsten Inhaltsstoffe von Brokkoli

Der Brokkoli gehört zu den gesündesten Gemüsesorten überhaupt. Sein Name stammt übrigens aus dem Lateinischen. Hier wird das Wort „brachium“ für Zweige und Arme verwendet. Der Brokkoli ist reich an Vitamin C, mit dem das Immunsystem kräftig unterstützt werden kann. Auch Kalium beinhaltet das leckere Gemüse. Mit diesen kann der Mineralstoffhaushalt auf Vordermann gebracht werden, außerdem wirkt es entwässernd. Für Schwangere besonders wichtig ist die enthaltene Folsäure, die die Zellerneuerung unterstützt und auch für das heranwachsende Baby von Bedeutung ist. Eisen ist ebenso enthalten, wie Phosphor. Gerade bei spröden Knochen und Osteoporose kann der Phosphor besonders interessant sein, stellt er doch einen wichtigen Bestandteil des Knochenapparates dar.

Damit ist der Brokkoli eine wahre Vitaminbombe, die nicht nur schmackhaft, sondern auch äußerst gesund ist. Kaum jemand, für den sich der Brokkoli nicht eignet, egal, ob im Salat, im Auflauf, als Rohkost oder als Hauptmahlzeit. Der Brokkoli wird ebenso wenig für Langeweile sorgen, da es einfach zu viele verschiedene Zubereitungsvarianten gibt.

Kommentare

Meinungen und Kommentare zu: Brokkoli kochen

Wie behält Brokkoli seine grüne Farbe beim Kochen? (Von: frama am 2011-04-05 08:10:51)

Die grüne Farbe des Brokkolis kommt vom Chlorophyll oder Blattgrün und bezeichnet eine Klasse natürlicher Farbstoffe. Chlorophyll ist gegenüber Hitze und Säure instabil, warum?
Chlorophyll ist Molekül in dessen Zentrum ein Magnesiumion sitzt. Bei Hitzeeinwirkung und in Gegenwart von Säure wird das Magnesium-Ion verdrängt und die grüne Farbe verfärbt sich. Um das zu unterbinden gibt es mehrere Tipps die für alle grünen Gemüsesorten gelten:

1. Gemüse bleibt grün, wenn man es in einem Kupfertopf kocht, da Magnesium-Ionen im Chlorophyll gegen Kupfer-Ionen ausgetauscht werden. Das Kupfer-Ion ist wesentlich stabiler als das Magensium-Ion.

2. Sollte die Kochzeit so dosiert werden, dass das der Brokkoli noch bissfest ist. Die Garzeit hängt dann mit der Größe der Brokkoliröschen zusammen. Je kleiner die Röschen, desto kürzer die Garzeit. Wenn der Brokkoli nicht sofort verzehrt wird sollte er in Eiswasser rasch abgeschreckt werden. So kann der Brokkoli nicht nachgaren.

3. Das Blattgrün von Brokkolis durch Einwirkung von Säure braun-grau. Darum sollten alle grünen Gemüsesorten ohne Zitrone, Essig, Wein oder einer anderen säurehaltigen Zutat gegart werden. Wenn Säure zum Abschmecken notwendig ist, dann fügt man diese kurz vor dem Servieren hinzu.

4. Damit das Grün des Brokkolis noch besser erhalten bleibt kann die Garflüssigkeit mit Natron angereichert werden um Säure zu neutralisieren. Im Handel wird Natriumbikarbonat angeboten. Ersatzweise kann man auch natronhaltiges Backpulver verwenden. Ein oder zwei Messerspitzen Natron reichen für einen Brokkolikopf. Nimmt man zu viel Natron hinzugeben schmeckt das Gemüse seifig!
Synonyme und andere Bezeichnungen für Brokkoli (Von: frama am 2011-04-03 10:23:49)

Broccoli oder Brokkoli beide Schreibweisen sind richtig. Die Schreibweise "Broccoli" stammt aus dem Italienischen und bedeutet soviel wie „Kohlsprossen". Die wissenschaftliche Bezeichnung lautet "Brassica oleracea var. italica". Gelegntlich ist der Brokkoli den Synonymen Bröckelkohl, Spargelkohl, Winterblumenkohl oder Sprossenkohl bekannt.

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