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Die Erdbeere

Die Erdbeere

Die Erdbeere hat nicht nur einen guten Geschmack und ist im Sommer schön fruchtig, sie ist auch eine alte Heilpflanze, die schon seit vielen Jahrhunderten als Medizin benutzt wird. Die Früchte enthalten viel Natrium, Calcium, Phosphor und Kalium. Aber auch Eisen, verschiedene Fruchtsäuren und die Vitamine B1, A, C und B2 sind in großen Mengen vorhanden. Damit wird das Immunsystem gestärkt und der Stoffwechsel angekurbelt.
Als besonders wirksam und mit einer guten Wirkung empfiehlt man die Walderdbeere. Diese ist noch immer in ihrer ursprünglichen und nicht gezüchteten Form zu finden und kann damit als Heilpflanze am besten eingesetzt werden.
Schon im Mittelalter hat man die Heilkraft der Erdbeere bekannt und wurde genutzt. Ihren Durchbruch hatte die Erdbeere aber erst im Volksglauben und in der alten Volksmedizin. Die Blätter wurden wegen ihres hohen Gerbstoffgehalts gegen Durchfall verwendet und die jüngeren Blätter hat man auch gern als Ersatz für schwarzen Tee benutzt.

Noch heute ist die Erdbeere im deutschen Arzneimittelkodex geführt. Dabei wird aber die Wirksamkeit nicht mehr als ausreichend belegt angesehen.

Einer Legende nach zu urteilen, hat sich Carl von Linné mit der Erdbeere von der Gicht befreit. Er war ein schwedischer Botaniker, welcher im 18. Jahrhundert lebte.

Heutige Anwendungen
Heute kann man die Erdbeere noch immer für die Heilung nutzen. So wird ein Aufguss der Blätter, etwa als Tee, noch immer gegen Durchfall genutzt. Übergießen Sie einfach einen Teelöffel getrockneter Erdbeerblätter mit kochendem Wasser und lassen Sie den Tee fünf bis zehn Minuten ziehen. Damit können Sie etwas gegen Magenprobleme und Durchfall tun. Aber auch die Schleimhäute erholen sich beim Gurgeln mit dem Tee und die Schmerzen können gelindert werden.

Bei Verstopfungen und Hämorrhoiden hilft die Erdbeerkur den meisten Menschen auch. Hier einfach über zwei bis drei Tage die Ernährung nahezu auf Erdbeeren umgestellt und es werden 1,5 bis 2 Kilogramm am Tag genossen.
Damit lassen sich neben Verstopfungen, aber auch Gicht, Nierenleiden und Rheumatismus lindern und man kann aufgrund des hohen Gehaltes an Eisen und der vielen Mineralien auch gut für die Regulierung des Säure-Basen-Haushaltes im Körper eingesetzt werden.

Aber auch bei einer leichten Form von Diabetes kann man Erdbeeren durchaus als Heilpflanze nutzen.
Man kann also sehen, dass in der Erdbeere doch mehr drin steckt, als sich vermuten lässt und man hier durchaus eine kleine Apotheke vor sich hat. Damit lässt sich der Griff zur konventionellen Arznei regelmäßig verhindern und man kann auch einfach auf die Natur zurückgreifen.

Kommentare

Meinungen und Kommentare zu: Die Erdbeere

Wichtige Inhaltsstoffe von Erdbeeren (Von: Teig-Checker am 2011-04-06 16:44:01)

Erdbeeren enthalten nicht nur Vitamin C, sondern auch Catechine. Diese wirken antibakteriell und können helfen, Entzündungen zu hemmen. Außerdem werden durch die Catechine die Schwermetalle im Organismus gebunden.
Erdbeerzeit (Von: sina am 2011-04-04 08:17:32)

Danke für die vielen Infos zur Erdbeere. ich freu mich schon wieder auf die Erdbeerzeit im Sommer und hoffe das es endlich wieder genug Sonne gibt, damit die Erdbeeren schön süß schmecken, leider gab es zumindest bei uns in NRW in den letzten beiden Jahren keine schönen Erdbeeren, selbst in der Hochsaison waren unsere Erdbeeren vom Bauern nicht so richtig süß.
Inhaltsstoffe von Erdbeeren (Von: frama am 2011-04-03 21:24:25)

Erdbeeren haben zunächst einen bemerkenswert hohen Gehalt an Vitamin C. Allerdings ist der Erntezeitpunkt für den Vitamin C Gehalt ausschlaggebend. So haben vollreif geerntete Erdbeeren 20 % mehr Vitamin C als nicht ganz gereifte Früchte.

Erwähnenswert ist auch der Anteil an Folsäure mit mit 65 Mikrogramm pro 100 Gramm. Zudem ist der Vitamingehalt von Biotin und Vitamin K erwähnenswert. Die Erdbeeren sind zudem vor allem reich an den Mineralstoffen Zink, Kupfer und Mangan.

Erdbeeren zählen mit 35 kcal pro 100 Gramm zu den kalorienarmen Früchten und sind leicht bekömmlich bzw. verdaulich.

Zu den nennenswerten Inhaltsstoffen der Erdbeere zählen auch die so genannten SPS (sekundäre Pflanzenstoffe). Hier ist vor allem die zu den Flavonoiden zählende Gruppe der Polyphenole zu nennen. Den Polyphenole spricht man krankheitsvorbeugende Kräfte zu. Polyphenole können entzündungshemmend wirken und vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen schützen. Zudem sollen Polyphenole Krankheitskeime abtöten die natürlichen Abwehrzellen des menschlichen Körpers anregen und so Krebs vorbeugen. Man spricht in diesem Zusammenhang auch von der antioxidativen Wirkung.

Liste der Inhaltsstoffen von 100 Gramm Erdbeeren (Quelle: lebensmittellexikon.de)
Brennwert 32 kcal oder 134 kJ
Eiweiß 0.8 g
Fett 0.4 g
Kohlenhydrate 5.5 g
Broteinheiten 0.55
Cholesterin 0 mg
Natrium 2 mg
Kalium 147 mg
Calzium 24 mg
Phosphor 26 mg
Magnesium 15 mg
Eisen 1 mg
Rethinol 3 µg
Tocopherol 0.1 mg
Thiamin 0.03 mg
Riboflavin 0.06 mg
Niacin 0.6 mg
Ascorbin 62 mg
Welche Erdbeersorten gibt es? (Von: frama am 2011-04-03 21:00:38)

Zuden frühen Sorten zählen „Avanta“, „Honeoye“ oder „Primera“, zu den mittelfrühen Erdbeersorten gehören „Elsanta“, „Elvira“, „Induka“ oder „Korona“. Zu den mittelspäten Sorten gehören „Jewel“, „Senga Sengana“ oder „Tenira“ und zu den späten Erdbeersorten zählen „Bogota“, „Julietta“ oder „Laroma“. Die Sorten, die zeimal im Jahr blühen heißen remontierende Sorten. Zu ihnen zählen „Darflash“, „Irvine“ oder „Rapella“. Diese Informationen stammen vom aid infodienst.
Erdbeergruppen; Wodurch unterscheiden sich Erdbeersorten? (Von: frama am 2011-04-03 21:00:05)

Es gibt 5 Gruppen in die die verschiedenen Erdbeersorten eingeteilt werden können. Sie Gruppen beschreiben die Reifezeit der Erdbeeren oder die Häufigkeit der Blüte pro Jahr. Hier werden insbesondere die Erdbeersorten Gruppiert, die zweimal pro Jahr blühen. Zweimal im Jahr blühende Sorten sind sogenannte „Remontierende Sorten“. Erdbeersorten aufgrund ihrer Reifezeit werden in „Frühe“, „Mittelfrühe“, „Mittelspäte“ und „Späte Sorten“ gruppiert.
Erdbeeren Pflege und Pflanzen (Von: frama am 2011-04-03 20:30:13)

Erdbeerpflanzen werden zwischen Juli und August gepflanzt. Bei einem festen Boden sollte das Erdbeerbeet sollte etwa zwei Wochen vor der Bepflanzung umgegraben werden. Unmittelbar vor dem Einpflanzen der Erdbeeren tauchen man die Wurzeln kurz in ein Wasserbad. Die Erdbeerpflanzen werden mit ausreichenden Abstand eingepflanzt. Für ein optimales Wachstum benötigen Erdbeerpflanzen einen durchlässigen und leichten Boden. In schweren Böden bekommen die Pflanzen leicht Wurzelfäule, so dass sich Krankheiten schnell ausbreiten können und letztendlich die Setzlinge absterben. Um einen Mineralstoffverlust der Böden zu verhindern sollten Erdbeeren nicht länger als drei bis vier Jahre an einem Standort stehen.

Bei schweren Böden bietet es sich an Erddämmen mit verrottetem Kompost angereichert aufzuhäufen, so wird der Boden lockerer und durchlässiger. Zudem können Dämme mit Folie abgedeckt werden. Die Farbe der Folie ermöglicht es den Erdbeerfarmen den Zeitpunkt der Erdbeer-Ernte zu steuern. Schwarze Folie speichert die Wärme und fördert die Entwicklung der Pflanzen, weiße Folie reflektiert die Wärme und hat keinen beschleunigenden Einfluss auf das Wachstum der Erdbeerpflanze. Erdwälle und Folie vermindern das Risiko der Wurzelfäule deutlich zudem können sich die Wurzeln der Erdbeeren so besser ausbreiten. Zu berücksichtigen ist, dass der Anbau der Pflanzen auf Folie eine spezielle, zusätzliche Pflanzenbewässerung erfordert.

Ein Unkrautvlies eine Mulchschicht aus Stroh unter den Früchte tragenden Pflanzen schützen die Erdbeeren vor Fäule und Krankheiten zusätzlich.

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