Obstgehölze im eigenen Garten sind etwas Schönes. Denn nichts schmeckt besser, als der Apfel oder die Birne aus dem eigenen Garten. Nur steht davor die Pflege der Obstbäume und, wenn nötig, das erfolgreiche Veredeln.
Das A und O für einen gesunden Obstbaum, der zur Saison süße Früchte trägt, ist das richtige Schneiden. Dafür eignet sich der Januar, denn dann ist der Wasserfluss noch eingeschränkt und die Knospen sind nicht ausgetrieben. Allerdings dürfen die Außentemperaturen nicht unter minus fünf Grad liegen und im Idealfall sollte es ein schöner, sonniger Tag sein.
Zum Schneiden sollte nur sauberes Werkzeug verwendet werden, um Infektionen und die Übertragung von Schädlingslarven zu vermeiden.
Außerdem muss nach dem Winter die Erde unter den Obstgehölzen gelockert und nach Belieben kann organisch – mineralischer Volldünger eingesetzt werden. Dabei sollte aber nur mit wenig Stickstoff gearbeitet werden, denn eine Überversorgung kann schnell zu negativen Folgen für das Obstgehölz führen. So kann es etwa zu einem starken Triebwachstum kommen, der den Rückgang der Blüten- und Fruchtbildung nach sich zieht.
Neu gepflanzte Obstbäume müssen regelmäßig mit ausreichend Wasser versorgt werden.
Das Entfernen von Unkraut gehört wohl zu den unbeliebtesten Arbeiten eines jeden Gärtners. Diese Arbeit ist aber wichtig, damit sich das Unkraut zwischen den Obstgehölzen nicht ausbreiten kann.
Generell sollten Sie Ihre Obstbäume hin und wieder unter die Lupe nehmen, um einen Schädlingsbefall oder sonstige Krankheiten schnell zu erkennen und frühzeitig eingreifen zu können. Dies gilt für alle Jahreszeiten.
Veredeln von Obstgehölzen
Unter dem Veredeln von Obstgehölzen versteht man die dauerhafte Verbindung einer Edelsorte mit einer geeigneten Unterlage als eine Art der ungeschlechtlichen Vermehrung.
Diese Verbindung hat den Vorteil, dass man ein Gehölz bekommt, das die gewünschten Früchte trägt und den eigenen Vorstellungen im Hinblick auf die Größe und den Pflegebedarf entspricht.
Es gibt eine Veredelungsmethode, die den größten Erfolg verspricht, die so genannte „Propfen hinter die Rinde“.
Durchführung
Zunächst müssen die betreffenden Äste abgeschnitten und abgesägt werden. Dabei entstehen Propfköpfe, die mit dem Messer am Rand geglättet werden sollten, bevor darin Edelreiser eingefügt werden. Mit dem Pfropfmesser wird ein gerader dem Kopulierschnitt entsprechender Längsschnitt in die Rinde des Pfropfkopfes gefertigt.
Im Frühjahr, bedingt durch den Saftdruck, lösen sich die Rindenflügel leicht und so lässt sich das zurechtgeschnittene Reis leicht hinter die Rinde schieben. Sie sollten das Reis immer auf der Astoberseite einsetzen und am eingeschobenen Reis sollte der Schnittansatz vom Kopulationsschnitt sichtbar sein.
Zum Verbinden kann Bast, Gummiband oder Schnur verwendet werden, wobei der Verband und die Schnittstellen anschließend sorgfältig mit Baumwachs verstrichen werden.
Gutes Gelingen!
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