Wenn Sie in Ihrem Garten Beerensträucher und Blütengehölze haben, dann kommen Sie an einem Rückschnitt nicht vorbei, wenn Sie einen guten Wuchs und gute Erträge wünschen.
Generell gilt beim Rückschnitt von Beerensträuchern und Blütengehölzen, nur wenige große Schnitte, statt viele kleine. Auch sollte mit sauberem und guten Werkzeug gearbeitet werden. Und beim Zurückschneiden immer auf Astring schneiden, also keine Zapfen stehen lassen. Bei unter minus vier Grad sollte keinesfalls zurück geschnitten werden.
Beerensträucher
Je nach Art des jeweiligen Beerenstrauches gestaltet sich der Rückschnitt unterschiedlich.
Himbeeren
Der Himbeerstrauch wird nach der Ernte geschnitten.
Bei Himbeerensträuchern, die im Herbst tragen, werden alle Fruchtruten am Boden abgeschnitten.
Auch bei den Sommerhimbeeren werden die abgetragenen, braunen Ruten geschnitten. Zudem werden einige der Jungruten gelichtet. In einem Abstand von zehn Zentimetern müssen kräftige Ruten ausgewählt werden, die im nächsten Jahr tragen sollen. Die dazwischen stehenden Jungruten sind zu entfernen. Somit haben die übrig gebliebenen Jungruten Platz für ihre Seitenzweige und Blütentriebe.
Wenn Sie zudem im März die Spitzen der Jungruten auf Spalierhöhe einkürzen, dann ernten Sie größere Früchte.
Brombeeren
Bei Brombeeren sind schon bei der Bepflanzung in Höhe von 60, 100, 160 und 210 cm Spanndrähte zu ziehen und die Ruten rechts und links zu befestigen.
Im zweiten Jahr Ihres Brombeerstrauchs belassen Sie nur vier kräftige Triebe. Die Geiztriebe werden im Sommer auf 4 – 5 Knospen zurück geschnitten und die Ruten des Pflanzjahres am Boden abgeschnitten. Die sich neu bildenden Ruten werden am untersten Draht befestigt. Sollten die alten Ruten krank sein, werden sie nach der Ernte zurück geschnitten. Ansonsten können sie bis zum Frühjahr als Windschutz für die jungen Triebe genutzt werden.
Johannes- und Stachelbeeren
Wurzelnackte Sträucher müssen nach dem Pflanzen um zwei Drittel zurück geschnitten werden. Containerpflanzen werden hingegen nicht zurück geschnitten. Es können allenfalls überflüssige Triebe entfernt werden.
Bis zum vierten Jahr dürfen nur die Triebe abgeschnitten werden, die zur Strauchmitte wachsen.
Nach dem vierten Jahr wird ausgedünnt. So werden am Boden liegende Triebe ebenso wie schwache einjährige Triebe entfernt. Zudem können vierjährige Triebe heraus geschnitten werden, wenn jüngere, kräftige Triebe ausreichend vorhanden sind.
Blütengehölze
Blütengehölze können einem im wahrsten Sinne des Wortes über den Kopf wachsen. Daher müssen Blütengehölze regelmäßig geschnitten werden.
Da an Blütengehölzen oftmals nur die frischen Neutriebe blühen, müssen die alten Blütentriebe so zurück geschnitten werden, dass viele diesjährige Triebe gebildet werden können. Nur so entsteht ein reichhaltiger Blütenfloor. Dabei die älteren Blütentriebe nicht nur oben, sondern konsequent am Boden abschneiden. Selbiges gilt für zu dicht stehende Triebe.
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