Zu Weihnachten gehört natürlich auch die Feuerzangenbowle, die durch den gleichnamigen Film erst richtig bekannt wurde. Dabei erhielt sie ihren Namen durch die Zange, die über diese Variation von Punsch gelegt und mit Rum und Zucker belegt wird, die in Brand gesetzt werden. Wenn auch Sie schon immer etwas mehr über die Feuerzangenbowle wissen wollten, dann sollten Sie jetzt weiter lesen.
Geschichtliche Entwicklung und Brauchtum
Einst wurde die so genannte Feuerzange für die Zubereitung der Feuerzangenbowle verwendet. Diese Zange gab es in fast jedem Haushalt und sie diente vor allen Dingen dazu, brennende Kohlen aus dem Kamin oder dem Ofen zu nehmen, um beispielsweise die Pfeife anzuzünden. Damals wurde mit der Zange ein Stück vom Zuckerhut aufgenommen, dieses wurde mit Rum übergossen und angezündet. Heute gibt es spezielle Zuckerhüte, die nur für die Feuerzangenbowle hergestellt werden, damals waren diese noch deutlich größer und fester und mussten erst mühevoll zerkleinert werden.
Die Feuerzangenbowle ist ein typisches Getränk für die kalte Jahreszeit. Denn durch die Hitze des Getränks wärmt sie herrlich von innen. Traditionell wird sie in der Weihnachtszeit oder zu Silvester genossen. Auf jedem Weihnachtsmarkt wird die Feuerzangenbowle trinkfertig angeboten. Doch auch im Handel finden Sie ganze Sets, mit denen Sie eine Feuerzangenbowle zu Hause zubereiten können. Darin enthalten sind ein Rechaud, die Feuerzange, ein Glasgefäß und diverse weitere Utensilien.
Die größte Feuerzangenbowle wurde einst in München vorgestellt, wo 9.000 Liter Bowle zubereitet wurden. Heute findet sich die größte Feuerzangenbowle allerdings in Nürnberg, nahe des Christkindlmarktes.
Die richtige Zubereitung
Zunächst müssen Rotwein und Gewürze, wie Zimt, Sternanis und Gewürznelken, Orangen- und Zitronenschalen in einem Gefäß zu einer Bowle verarbeitet werden. Ein Lochblech dient heute oft als Feuerzange und wird auf das Gefäß gelegt. Darauf kommt noch ein Zuckerhut, der mit Rum getränkt wird, bis er vollständig damit durchzogen ist. Das Ganze wird dann angezündet, wodurch der Zucker schmilzt und in die Bowle tropft. Dieser gibt der mit Rum getränkte Zucker eine besondere Note.
Um Stichflammen zu vermeiden, darf der Rum nicht aus der Flasche nachgegossen werden, sondern sollte stets mit einer Schöpfkelle nachgereicht werden. Typischerweise verwendet man 54-prozentigen Rum für die Feuerzangenbowle, was allerdings auf der Tatsache begründet ist, dass einst kein höherprozentiger Alkohol verkauft wurde. Heute sollte man sich eher für den 70-prozentigen Rum entscheiden, der höhere Temperaturen beim Abbrennen ermöglicht und damit für einen noch intensiveren Geschmack sorgt.
Rezept für eine Feuerzangenbowle
Wenn auch Sie jetzt auf den Geschmack gekommen sind und an den Festtagen selbst eine Feuerzangenbowle zubereiten möchten, dann versuchen Sie es doch einmal mit diesem Rezept.
Zutaten:
2 Orangen
2 Zitronen
1 Stange Zimt
2 Sternanis
5 Nelken
2 Liter trockener Rotwein
1 Flasche Rum
1 Zuckerhut
Zubereitung:
Zunächst waschen Sie die Zitronen und Orangen und schneiden diese in dünne Scheiben. Zusammen mit den Gewürzen und dem Wein bringen Sie das Ganze bis fast zum Kochen. Danach stellen Sie es zum Warmhalten auf den Rechaud. Die Feuerzange legen Sie auf den Topf und geben den Zuckerhut darauf, den Sie mit Rum beträufeln, bis er vollständig durchtränkt ist. Jetzt zünden Sie das Ganze an und lassen es solange brennen, bis der gesamte Zuckerhut in die Bowle getropft ist. Am besten genießen Sie die Feuerzangenbowle heiß.
Achten Sie bei der Zubereitung aber darauf, dass die Feuerzangenbowle nicht in zu niedrigen Räumen zubereitet wird. Dies kann schnell zu Brandgefahr führen.
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