„Advent, Advent ein Lichtlein brennt...“ - wer kennt diesen Ausspruch nicht aus seiner eigenen Kindheit? Dennoch ist der Adventskranz gar nicht so althergebracht, wie viele Menschen glauben. Erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurde ein Vorläufer des heutigen Adventskranzes eingeführt. Damals schmückte der Theologe Johann Hinrich Wichern aus Hamburg seinen Kronleuchter mit Tannengrün. Zusätzlich setzte er 24 Kerzen darauf, für jeden Tag vom 01. bis 24. Dezember eine.
1925 eroberte der Adventskranz dann auch eine Kölner Kirche der Katholiken, ab 1930 wurde dieser in München übernommen. Erst im Jahre 1935 gab es die ersten Adventskränze in privaten Haushalten, die kirchlich geweiht waren. Seit dieser Zeit hat der Adventskranz die ganze Welt erobert und gehört heute zu Weihnachten dazu, genau wie der Christbaum und das Christkind.
Zweige und Kerzen kennt man bereits länger
Immergrüne Zweige konnte man in den Wohnungen der Menschen aber schon viel früher beobachten. Sie sind seit etwa 600 Jahren bekannt. Meist fanden sich damals Wacholder, Misteln und Tannenzweige in den Häusern. Ihre Symbolkraft war unglaublich, sie sollten Lebenskraft symbolisieren und gleichzeitig Haus und Hof vor Schäden schützen.
Ebenso sind die Kerzen seit dem 14. Jahrhundert bekannt. Zu dieser Zeit galten sie als Sinnbild für eine hellere und neue Zeit, die anbricht, quasi wurden sie zum Jahresausklang aufgestellt. Ihre Farbe war rot und diese sollte das Blut symbolisieren, das Jesus für die Menschen geopfert hat.
Der Adventskranz heute
Mittlerweile ist man dazu übergegangen, den Adventskranz nur noch mit vier Kerzen zu bestücken, so dass er seinem Namen gerecht wird und an jedem Advent eine Kerze angezündet werden darf. Die Kerzen werden heute bereits in unterschiedlichen Größen im Handel angeboten, so dass sie bis zum vierten Advent alle eine Höhe erreichen.
Der Adventskranz selbst besteht auch nicht mehr zwingend aus Tannengrün und anderen immergrünen Zweigen. Mittlerweile finden sich viele Adventskränze, die aus Glas, Weidenzweigen, Metall, Kunststoff oder Moos gefertigt sind. Auch riesige Wurzeln, die hübsch geschmückt zum Adventsgesteck wurden, sind durchaus möglich. Ihrer Phantasie sind daher keinerlei Grenzen gesetzt, ob Sie nun einen Adventskranz selbst basteln oder diesen kaufen möchten.
Der Adventskranz an der Tür
Auch an der Wohnungs- oder Haustür findet sich immer häufiger ein Adventskranz. Dieser soll anderen Menschen zeigen, dass man in Weihnachtsstimmung ist und sie an die besinnliche Zeit erinnern, in der wir alle gerade leben.
Ebenso symbolisiert er Gästen, dass die besinnliche und ruhige Zeit des Advents genossen wird und diese sich darauf einstellen können. Weiterhin soll der Adventskranz an der Tür das eigene Heim vor Schaden bewahren und so für mehr Sicherheit bei den Bewohnern sorgen.
Adventskranz selbst gemacht
Natürlich können Sie Ihren Adventskranz auch selbst machen. Gehen Sie einmal durch den wunderschönen, hoffentlich verschneiten Winterwald, sammeln Sie dort Zweige der immergrünen Nadelbäume und ein paar Tannenzapfen. Zu Hause benötigen Sie dann nur einen ausreichend großen Teller, auf dem Sie die Zweige anrichten, sowie die Tannenzapfen. Danach folgt noch etwas Schmuck, wie Lametta oder Christbaumkugeln und Sie stellen die Kerzen mit auf den Kranz. Es gibt mittlerweile schöne Kerzengläser, damit erhalten Ihre Adventskerzen einen sicheren Stand. Schon haben Sie Ihren Adventskranz selbst gemacht.
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