Der Punsch gehört zu Weihnachten, genauso wie der Glühwein und der Christbaum. Das Wort Punsch stammt aus der Sprache der Hindi und bedeutet „fünf“. Genau wie der Glühwein ist der Punsch alkoholhaltig und wird bevorzugt warm getrunken. Ursprünglich stammt der Punsch übrigens aus Indien, den Namen erhielt er aufgrund der fünf enthaltenen Zutaten. Traditionell werden Arrak, Zitronen, Tee oder Gewürze, Wasser und Zucker verwendet.
Die Geschichte vom Punsch
Die Ostindien Kompanie der englischen Seefahrer lernte den Punsch in Indien kennen, dort als Pantsch. Sie nannten das Getränk dann kurzerhand punch und brachten es bereits im 17. Jahrhundert mit in die Heimat. Die konservativen Tories, eine politische Gruppierung, die der englischen Monarchie wohl gesonnen war, kürte den Punsch schon bald zum neuen Lieblingsgetränk und er begann seinen Siegeszug durch ganz Europa.
So wurde der Punsch auch im 17. Jahrhundert nach Deutschland gebracht. Bereits 1735 wurde der „Puntsch“ in einem deutschen Buch erwähnt. Die hier von Johann Heinrich Zedler genannten Zutaten waren Branntwein, Zucker, Muskatnüsse, Pomeranzensaft und Wasser.
Im 18. Jahrhundert begannen die Menschen, den Punsch nicht mehr nur in erhitzter Form zu trinken, sondern genossen ihn ebenfalls kalt. Nach Österreich kam der Punsch durch Wolfgang Amadeus Mozart, der ihn in England kennen und lieben lernte.
Die richtige Zubereitung
Bei der Zubereitung von Punsch kommt es vor allen Dingen darauf an, dass das Getränk nur erhitzt wird. Es darf nicht anfangen zu kochen, da sonst der Alkohol verloren gehen würde. Außerdem sollten nur unbehandelte Zitronen verwendet werden. Die Grundzutat Arrak ist eine Spirituose, die aus Reis oder Zuckerrohr hergestellt wird. Sie weist jedoch einen ähnlich aromatischen Geschmack wie Rum auf, weshalb sie heute oftmals durch Branntwein, Rum oder Weinbrand, teils auch Wein ersetzt wird.
Variationen
Natürlich hat der Punsch auch einige Variationen hervorgebracht. Die bekannteste ist wohl die Feuerzangenbowle, die ein Jeder kennt. Der Eierpunsch ist heute ebenfalls sehr beliebt, es werden jedoch nicht ganze Eier zugegeben, sondern lediglich das steif geschlagene Eiweiß. Das Eigelb wird mit Rum vermengt untergehoben.
Der Teepunsch ist ebenfalls recht bekannt. Vorrangig wird er in Norddeutschland genossen. Er entsteht aus Tee und Korn. Als Autofahrerpunsch bezeichnet man dagegen einen völlig alkoholfreien Punsch. Dieser entsteht aus schwarzem Tee und Orangensaft. Für die weihnachtliche Würze werden noch Zimt und Nelken dazu gegeben. Die Kleinsten sollen natürlich nicht auf den Punsch verzichten, weshalb es einen süßen Kinderpunsch gibt. Dieser wird auf der Basis von Früchtetee zubereitet.
In Österreich gibt es den Jagertee, der dem Punsch ähnelt. Er macht dem Glühwein auf den österreichischen Weihnachtsmärkten wahrhaftig Konkurrenz. Außerdem gibt es noch den Silvesterpunsch, der um 1900 seine Hochzeit in Deutschland erlebte. Doch schnell wurde er vom heutigen Sekt verdrängt, mit dem an Silvester angestoßen wird.
Rezept für einen Eierpunsch
An dieser Stelle soll natürlich auch das passende Rezept für einen Punsch nicht fehlen. Versuchen Sie sich doch einfach einmal selbst daran:
Zutaten:
10 Eier
1 Tasse Rum
1 Tasse Wasser
375 Gramm Zucker
1 Zitrone
1 Liter Weißwein
Zubereitung:
Für die Zubereitung benötigten Sie einen Milchkochtopf oder Simmertopf. Sollten Sie einen solchen nicht haben, verwenden Sie einen kleinen Topf und stellen Sie ihn in das Wasserbad eines größeren Topfes. Die Eier, der Rum, der Zucker, Wasser und Zitronensaft geben Sie nun in den Topf und füllen das Ganze mit Weißwein auf. Die Flüssigkeit sollte bis etwa zwei Zentimeter unter dem Rand stehen. Sobald das Wasser mit Kochen beginnt, muss der Punsch mit einem Schneebesen verrührt werden. So vermeiden Sie das Stocken der Eier. Ist der Punsch schön dickflüssig geworden, dann ist er fertig und kann direkt serviert werden.
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