Der Piment darf natürlich in der weihnachtlichen Zeit nicht fehlen, stellt er eines der wichtigsten Gewürze dieser Zeit dar. Häufig wird Piment auch als Nelkenpfeffer bezeichnet, als Neugewürz, Viergewürz, Jamaikapfeffer oder Englisches Gewürz. Trotz der zahlreichen Namen, die Piment hat, die Bedeutung bleibt immer die gleiche. Es handelt sich um ein aromatisches Gewürz, welches insbesondere im Advent seine Hochzeit findet. Piment selbst heißt dabei nicht nur das Gewürz, sondern genauso der Baum, aus dem der Wunderpfeffer gewonnen wird.
Der Baum
Der Baum gehört der Familie der Myrtengewächse an und ist immergrün. Er kann bis zu zwölf Meter groß werden und besitzt gegenständige Laubblätter. Diese weisen eine ledrige Oberfläche auf. Der Baum selbst ist zweihäusig und getrennt geschlechtlich. Aus den Blüten heraus entstehen die Steinfrüchte, die an Beeren erinnern.
Diese Frucht weist einen Durchmesser von etwa 0,5 bis 0,8 Zentimeter auf. Wichtig ist die rechtzeitige Ernte von Piment, denn solange die Früchte noch halbreif und grün sind, haben sie ihr einzigartiges Aroma. Mit der vollen Reife und der roten Färbung verlieren sie dieses jedoch.
Das Gewürz
Das Gewürz wird aus den unreifen Früchten des Piment-Baumes hergestellt. Es ist reich an ätherischen Ölen. Eines der Hauptbestandteile im Öl ist das Eugenol. Es kommt ebenfalls in der Gewürznelke vor. Allerdings weist Piment einen deutlich stärkeren und schärferen Geschmack auf.
Entdeckt wurde das Gewürz im Übrigen auf den Antillen durch Christoph Kolumbus. Von ihm erhielt es dann auch seinen Namen. Allerdings stammt Piment heute vorrangig aus Jamaika, wo das Hauptanbaugebiet liegt. Mittlerweile werden zwei Drittel des insgesamt verbrauchten und angebauten Piments in Jamaika hergestellt.
In der Karibik haben die Menschen Piment natürlich ebenfalls als Gewürz entdeckt und verwenden es dort recht häufig. Doch zusätzlich werden dort genauso die grünen und aromatischen Blätter genutzt. Das Holz selbst wird zum Grillen eingesetzt. Hierzulande kennen wir Piment hingegen vorrangig in der Weihnachtsbäckerei, was die wenigsten wissen, ist, dass es genauso für die Herstellung von Wurst genutzt wird.
Das Pimentöl
Zusätzlich zum Gewürz wird auch ein ätherisches Pimentöl hergestellt, welches aus den Samen des Baumes entsteht. Dabei wird es mit Hilfe einer Wasserdampf-Destillation produziert. Die Hauptbestandteile des Öls sind Phenolen, Oxide, Methyleugenol und Sesquiterpen. Allerdings kann dieses Öl die Haut und die Schleimhaut sehr stark reizen und steht seit einiger Zeit unter Verdacht, krebserregend zu sein. Deshalb wird von der Anwendung abgeraten.
In einer anderen Form wird es allerdings noch genutzt: Und zwar in der Parfümerie. Hier machen sich die Hersteller den pfeffrigen und würzigen Duft zunutze, der an Nelken erinnert und verwenden diesen in kräftigen Herrenparfums.
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