Zimt stellt ebenfalls eines der wichtigsten Gewürze in der Weihnachtsbäckerei dar. Er wird meist in Stangenform verwendet, kommt aber genauso gemahlen zum Einsatz. Der Zimt wird gewonnen aus der Rinde von Zimtbäumen, die getrocknet wurde. Dabei kommen meist die Echten oder die Ceylon Zimtbäume zum Einsatz. Auch Zimtöl kennt man heute, es entsteht nicht aus der getrockneten Rinde, sondern hierfür werden kleinere Äste und die Blätter des Baumes verwendet.
Besonders interessant ist, dass Zimt zu den ältesten Gewürzen gehört und bereits um 3.000 v. Chr. als Gewürz verwendet wurde, damals noch in China. In Europa kam der Zimt zwischen dem 16. und 18. Jahrhundert an, allerdings galt er hier als sehr teures und kostbares Gewürz, das nur wenigen Menschen vorbehalten war.
Durch das besondere Aroma ist der Zimt in zahllosen Bereichen wichtig geworden. Das Aroma selbst geht dabei auf das enthaltene Zimtöl zurück, welches zu mehr als drei Vierteln aus Zimtaldehyd besteht. Beim Ceylon Zimt finden Sie überdies das Eugenol, welches ebenso in Gewürznelken enthalten ist. Im Cassia Zimt ist das Cumarin enthalten, dessen Duft an Waldmeister erinnert.
Zimt als Gewürz
Vorrangig wird Zimt eingesetzt, um Tee oder alkoholische Getränke zu würzen. In der indischen Küche hingegen werden auch Fleischgerichte damit zubereitet. In Frage kommt dabei aber nur der Stangenzimt, der durch das Abtrennen der Rinde des Zimtbaumes entsteht. Dabei rollt sich die Rinde zur bekannten Zimtstange zusammen, wobei mehrere dieser Stangen ineinander geschoben werden, um die bekannte Form zu erhalten. Je dünner dabei die einzelnen Rinden sind, desto feiner und würziger wird das Aroma von Zimt.
In Deutschland wird allerdings die Zimtstange nur selten verwendet. Deutlich gebräuchlicher ist der gemahlene Zimt, der oftmals direkt mit Zucker vermischt im Handel erhältlich ist. Hierbei wird Zimt für Gebäckwaren aller Art oder zum Süßen von Desserts genutzt. Auch im Glühwein darf der Zimt nicht fehlen.
In China entstehen aus den Abfallprodukten beim Mahlen von Zimt die Zimtöle. Diese werden vor allen Dingen eingesetzt, um Getränke zu aromatisieren und genauso in der Parfümindustrie haben sie ihren festen Platz.
Unterschieden wird beim Zimt vor allen in den Ceylon Zimt und den Cassia Zimt. Ersterer stammt vorrangig aus Sri Lanka. Der Cassia Zimt hingegen stammt aus China, er ist etwas schärfer und würziger im Geschmack. Nicht zuletzt mag dies daran liegen, dass etwas dickere Rinden zu den Röllchen zusammen gefügt werden.
Zimt in der Heilkunde
Oftmals wird dem Zimt ebenso nachgesagt, dass er die Blutzucker- und die Blutfettwerte senken kann. Wissenschaftliche Studien haben zwar belegt, dass einige Blutzuckerwerte durch Zimt gesenkt werden können, dies gilt allerdings nicht für den Langzeitwert, so dass diese These in Fachkreisen noch sehr umstritten ist.
Ebenfalls wird Zimt gerne geräuchert, wobei sowohl die Blüten, als auch die Rinde geräuchert werden können und dabei den bekannten Zimtgeruch entfalten.
Als ätherisches Öl kann Zimt ebenfalls angewendet werden. Dabei wird zwischen dem ätherischen Öl aus den Blättern und der Rinde unterschieden. Die ätherischen Öle, die aus Zimt entstehen, weisen allerdings eine hautreizende Wirkung auf. In der Schwangerschaft darf das Zimtöl beispielsweise generell nicht eingesetzt werden.
Gesundheitliche Wirkungen
In der Gesundheitslehre ist Zimt sehr umstritten, was insbesondere den Cassia Zimt betrifft. In diesem ist ein vergleichsweise hoher Anteil von Cumarin enthalten, der zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen kann. Unter anderem können Kopfschmerzen, Leberschäden und -entzündungen entstehen. Außerdem gehen einige Forscher von einer krebserregenden Wirkung aus, die allerdings nicht zu 100 Prozent bewiesen werden konnte. Aus diesem Grund sollte Zimt stets nur in Maßen genossen werden, was gerade in der Weihnachtszeit schwierig werden dürfte. Eltern sollten deshalb darauf achten, dass Kinder nicht mehr als vier Zimtsterne pro Tag verzehren.
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