Natürlich darf in einer Weihnachtsküche der Koriander als eines der wichtigsten Weihnachtsgewürze nicht fehlen. Er gehört übrigens zu den ältesten Gewürzen überhaupt. Bereits in den Sanskritschriften wurde der Koriander genannt, genauso wie in den Papyri und im Alten Testament.
Der Ursprung des Gewürzes ist in Vorderasien zu suchen. Von dort aus gelang jedoch vergleichsweise schnell die Ausbreitung über den gesamten Mittelmeerraum. Bei den Pharaonen wurde der Beweis, dass Koriander genutzt wurde, in deren Gräbern gefunden. Die Römer hingegen würzten ihren Wein mit dem kräftigen Aroma des Korianders, genauso wie die Griechen. Die Römer waren es schließlich auch, die den Koriander in Mitteleuropa einführten.
Im Mittelalter galt der Koriander unter anderem als Aphrodisiakum und wurde genauso als wirksames Mittel gegen Flöhe und Läuse eingesetzt. Seinen Namen erhielt das Gewürz hingegen von den Chinesen. Sie stellten fest, dass die frischen Blüten des Gewürzes nach Wanzen dufteten. Deshalb gaben sie ihm den Namen Koriander, wobei Kori im Chinesischen eben für Wanzen steht.
Die Pflanze
Beim Koriander selbst handelt es sich um eine einjährige Pflanze, die zu den Doldenblütlern gehört. Ab dem März kann sie vorgetrieben werden, allerdings nur an geschützten Stellen. Im Freiland sollte die Saat nicht vor dem April erfolgen. Auch hier ist wieder auf eine möglichst geschützte Stelle zu achten. Im Mai dann können die Pflanzen auseinander gesetzt werden. Ein Abstand von zehn bis 15 Zentimetern ist ausreichend, mitunter können die frisch gesäten Pflanzen auch als Gruppe stehen bleiben. Allerdings dürfen sie hierfür nicht zu eng gesät worden sein.
Der richtige Standort für den Koriander ist ein sonniger Platz, der aber dennoch gut geschützt liegt. Der Boden sollte auf jeden Fall kalkhaltig und locker sein. Ab dem August können die Samen geerntet werden. Am besten eignen sich die frühen Morgenstunden. Die Samen sollten dabei geerntet werden, bevor sie herunter fallen.
Wenn Sie auch im Winter nicht auf frisches Koriandergrün verzichten wollen, dann können Sie sich die Pflanzen in kleinen Töpfen ziehen.
Die Inhaltsstoffe
Das Gewürz Koriander, ist wie viele der anderen Weihnachtsgewürze, reich an ätherischen Ölen. Es wird dem Koriander eine leichte Heilkraft nachgesagt, die insbesondere bei Magen- und Darmbeschwerden zum Einsatz kommt. Allerdings kann Koriander ebenso auf die Nerven eine beruhigende Wirkung erzielen.
Im Bereich der Darmerkrankungen kann Koriander Krämpfe lösen, wirkt dabei jedoch so, dass Blähungen vermehrt entstehen. Zusätzlich kräftigt das Gewürz den Magen.
Die Verwendung
Koriandersamen werden sehr häufig in der Küche eingesetzt. Grob gemahlen passen sie zu Lamm, Schwein und Ziege. In purem Zustand können fast alle Fleisch- und Fischgerichte damit bereitet werden. Natürlich darf Koriander in der Weihnachtsbäckerei ebenfalls nicht fehlen. Hierbei gilt, dass er in den bekanntesten Leckereien, wie den Aachener Printen, dem Spekulatius und Biskuits enthalten ist. Selbst Brote können mit Koriander zubereitet werden. Weiterhin findet das Gewürz Verwendung bei der Herstellung von Soßen und Marinaden, Marmeladen und Würsten, wie der Bratwurst, Pasteten und Senf.
Sowohl der Koriandersamen, als auch das Öl der Pflanze werden häufig in Likören, wie Gin oder Allasch verwendet. Wermutgetränke enthalten ebenfalls Koriander als Samen und Öle. Die Samen, sowie die Blätter gehören als Bestandteile eines guten Curries in diese Würzmischungen mit hinein. Indische Currys entstehen genauso mit Koriander, wie das Currygewürz an sich.
Doch gerade die Koriandersamen sind sehr empfindlich Licht und Luft gegenüber. Deshalb sollten sie stets in einem dunklen Glas oder einem anderen Gefäß aufbewahrt werden, das sich luftdicht verschließen lässt. Ein besonderes Geschmackserlebnis bietet Koriander übrigens, wenn er kurz vor der Zubereitung der Speisen angeröstet wird.
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