Die beliebtesten Weihnachtsmenüs und ihre Geschichte
Die Weihnachtsgans ist wohl das traditionellste Weihnachtsessen aller Zeiten. Sie genießt nach wie vor eine große Beliebtheit bei Groß und Klein am Weihnachtsfest. Die Tradition begründet sich eigentlich im katholischen Glauben und geht auf die so genannte Martinsgans zurück. Diese wurde traditionell am Martinstag, dem 11. November, verspeist. Eingeleitet wurde damit einst die Fastenzeit. Diese endete am Heiligabend und wurde wiederum mit einer Gans als Hauptspeise beschlossen.
Doch bis zum Mittelalter war das traditionelle Weihnachtsessen nicht die Gans, sondern ein Schweinebraten, der am 25. Dezember auf den Tisch kam. Dieses Menü wurde auch als Mettenmahl oder Mettensau bezeichnet. Ursprünglich galt auch der 24. Dezember als reiner Fastentag, an dem höchstens Fisch gegessen wurde, der bekannte Weihnachtskarpfen und dessen Tradition begründen sich hierauf. Warum die Gans aber den Schweinebraten abgelöst hat, ist bis heute unklar.
Natürlich kursieren auch zahlreiche Legenden rund um die Weihnachtsgans. Eine davon besagt, dass die englische Königin, Elizabeth I., um die Weihnachtszeit eine Gans verspeist haben soll, als sie die Nachricht erhielt, dass die spanische Armada bezwungen worden sei. Aus lauter Freude über diese gute Nachricht erklärte die Königin fortan die Gans zum Weihnachtsessen schlechthin. Mit der Zeit hat sich diese Tradition dann in ganz Europa verbreitet, wobei in England heute eher der Truthahn als Weihnachtsessen serviert wird.
Eine andere Legende wiederum besagt, dass den Feinschmeckern der Weihnachtskarpfen nicht festlich genug erschien. Sie drängten darauf hin, dass Enten und Gänse zu Weihnachten gegessen werden sollten. Sie gelten nach den Geboten auch als Fische, da sie am und im Wasser lebten.
Die Weihnachtsente
Auch die Ente ist zu Weihnachten ein beliebtes Festmahl. Wie die Ausführungen zeigen, hängt die Geschichte der Weihnachtsente und -gans direkt miteinander zusammen. Die Ente hat ihren Siegeszug an Weihnachten vor allen Dingen der kleineren Größe zu verdanken. Denn in kleinen Familien war eine Gans einfach zu groß, um sie zu verspeisen. Darum nutzte man die Ente, die leichter aufzuessen war. Ein besonderer Vorteil für alle Kalorienbewussten war außerdem der, dass die Weihnachtsente deutlich weniger Fett enthält, als die Weihnachtsgans. Auch hierin begründet sich ihr Siegeszug.
Der Weihnachtshase
Auch erfreut sich der Weihnachtshase einer immer größeren Beliebtheit in den Familien. Grund dafür ist wohl unter anderem die Abwendung von den immer gleichen Traditionen und der Wunsch, etwas Abwechslung in den Alltag zu bringen. Der stets gleiche Ablauf, das stets gleiche Menü an Weihnachten – das wollen sich viele Familien nicht mehr antun. Deshalb schwenken sie zunehmend häufiger um, von der Gans oder Ente, auf den Hasen oder anderes Wild.
Festlich muss das Weihnachtsmenü aber dennoch sein. So kommen die verschiedensten Braten an Weihnachten auf den Tisch, darunter eben auch der Hase. Wenngleich diese Tradition noch nicht allzu weit verbreitet ist, kann eine stetige Steigerung des Absatzes von Hasen zur Weihnachtszeit im Handel beobachtet werden. Neben dem Hasen kommen auch immer mehr exotische Weihnachtsmenüs auf deutsche Tische. Die Abwendung von den althergebrachten Traditionen ist somit in vielen Bereichen zu sehen.
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