Die Reineclaude wird zu einer der fünf Untergruppen der über 2.000 unterschiedlichen Pflaumensorten gezählt. Sie gehört zum Bereich des Steinobstes und ist aus Sicht der Botanik ein Mitglied der Familie der Rosengewächse. Schon fast exotisch wirkt diese attraktive Pflaumensorte mit ihrem süßen Geschmack und ihrem Äußeren. Im österreichischen Raum ist die Reineclaude unter den Namen Ringlotte bekannt. In einigen Regionen werden die Früchte auch Wasserlatschen genannt. Sie wachsen an einem Laubbaum oder Strauch, der eine Höhe von bis zu zehn Metern erreichen kann.
Entstanden ist die Reineclaude vermutlich beim Kreuzen der Kulturpflaume mit Schlehen. Ihre ursprüngliche Heimat ist Kleinasien, wo in Griechenland die Kulturpflaume bereits vor 2.500 Jahren nachweislich kultiviert wurde. In die italienische Region kam sie im 2. Jahrhundert v. Chr. Im Laufe der Jahrhunderte wurden mit der Kulturpflaume immer wieder neue Kreuzungen vorgenommen, so dass eine wahre Vielfalt von Arten und Sorten entstanden ist. Die Namensgeberin der Reineclaude ist übrigens eine französische Königin aus dem 16. Jahrhundert, welches die Königin Claude Duchesse de Bretagne war, die auch La bonne reine genannt wurde.
Einkauf und Lagerung der Reineclaude
Die Reineclaude ist eine rundlich geformte Frucht, die zwischen drei und sieben Zentimetern groß ist. Die Schale sollte grünlich bis gelblich und mit einem rötlichen Schimmer versehen sein, dann ist das Fruchtfleisch sehr aromatisch und grünlichweiß und meistens schön süß. Beim Einkauf sollte auf Druckstellen geachtet werden, denn die Reineclauden sind sehr druckempfindlich.
Sobald die Reineclauden reif sind, sollten sie zügig verarbeitet und verzehrt werden. Lange lagern kann man diese Pflaumensorte nicht, sie sollte innerhalb der nächsten zwei Tage aufgebraucht sein.
Zubereitung der Reineclauden
Die Reineclauden eignen sich zum rohen Verzehr zwischendurch oder genauso werden sie für verschiedene Blechkuchen verwendet. Aber auch zur Herstellung von Marmelade und Gelee sowie für Sorbet findet die Frucht ihre Verwendung. Genauso wie die Pflaume lässt sich die Reineclaude in der Küche einsetzen, so kann sie gleichfalls in Hefeteig gebacken werden oder zur Herstellung von Sirup, Mus und Schnaps verwendet werden.
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