Auch das Weinanbaugebiet Rheingau kann auf eine lange und interessante Geschichte zurück blicken. Dabei gehört es zu den kleineren Anbaugebieten und erstreckt sich gerade einmal über 3.100 Hektar. Untergliedert ist das geschichtsträchtige Weinanbaugebiet in elf Groß- und 129 Einzellagen. Der bekannteste Bereich ist dabei wohl der Johannisberg.
Doch das Rheingau hat noch viel mehr zu bieten, denn bereits die Königin Victoria bevorzugte die schmackhaften Weine aus diesem Anbaugebiet. Deshalb wurde das Rheingau auch zum Botschafter für deutschen Wein auserkoren. Im 18. Jahrhundert bereits wurde hier die erste Spätlesequalität geerntet, so dass das Rheingau auch eine wichtige Rolle bei den Qualitätseinteilungen der deutschen Weine spielt und deren Grundstein legte.
Mehr als 80 Prozent der hier angebauten Weine sind Weißweine, vorrangig der Riesling. Die idyllische Landschaft wird von den Winzern auch gerne als Rheinknie bezeichnet. Das Weinanbaugebiet Rheingau erstreckt sich von Lorchhausen, das das Gebiet im Westen begrenzt bis Wicker im Osten. Dabei führen die Weinberge vorbei an den malerischen Flüssen Rhein und Nahe.
Die klimatischen Bedingungen sind für den Weinanbau geradezu ideal geeignet, das warme und milde Wetter lässt die Weinreben besonders gut gedeihen. Sehr gute und fruchtbare Böden ergänzen die klimatischen Vorteile und sorgen so für Spitzenweine aus dem Rheingau.
Die Weine
Am häufigsten werden die Weißweine im Rheingau angebaut, sie machen gut 80 Prozent der gesamten Ernte aus. Allen voran ist hierbei der Riesling zu nennen. Neben diesem werden aber auch Spätburgunder angebaut, die einen ganz eigenen und typischen Geschmack erhalten.
Die Landschaft
Auch die Landschaft dieses Weinanbaugebiets ist einfach malerisch. Interessante Schifffahrten auf den Flüssen können unternommen werden, das Schloss Johannisburg lädt zu einem Besuch ein und unbedingtes Muss bei einem Besuch im Rheingau ist das Niederwalddenkmal. Daneben sollten sich Urlauber im Rheingau auch nicht die Hallgertener Zange oder die Bubenhäuser Höhe entgehen lassen.
Das Zisterzienserkloster Eberbach gehört im Rheingau und in ganz Deutschland zu den am besten erhaltenen Klosteranlagen, die ebenfalls in jedem Fall besucht werden sollten. Bekannt wurde das Kloster übrigens auch mit dem weltbekannten Filmerfolg „Der Name der Rose“. Außerdem werden zahlreiche kulturelle Veranstaltungen auf der Anlage durchgeführt.
Besonders lohnt sich der Besuch im Zeitraum von Ende April bis Anfang Mai. Denn während dieser Zeit finden die „Rheingauer Schlemmerwochen“ statt, die riesige Festivitäten rund um die Weine der Region und die hohen Kochkünste bieten. Den echten Riesling vom Rheingau können die Touristen übrigens nicht nur in der Rheingau-Flasche erhalten, sondern genauso aus der Rheingau-Flöte, einem eigens entwickelten Weinglas der Region, genießen.
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