Das Weinanbaugebiet Nahe ist zwar nicht allzu bekannt, kann aber auf eine Vergangenheit zurückblicken, die sich sehen lassen kann. Darunter sind zahlreiche Vulkanausbrüche zu finden, die den Boden besonders fruchtbar gemacht haben, ebenfalls viele Grabeneinbrüche. Noch heute zeigen sich die Spuren dieser einstigen Naturgewalten, denn die geologische Form ist sehr unterschiedlich, sie ändert sich nach wenigen Metern in ein komplett anderes Bild.
So abwechslungsreich wie das Anbaugebiet sind auch die Weine, die in zahlreichen Facetten erscheinen. Allerdings werden am häufigsten die weißen Weine angebaut, die hier in einer reichen Geschmacksvielfalt entstehen. Mit einer Rebfläche von insgesamt 4.100 Hektar ist das Weinanbaugebiet ausreichend groß, um verschiedene Weine anzubauen. Unterteilt wird das Gebiet in sechs Groß- und 310 Einzellagen.
Da im Weinanbaugebiet Nahe viele verschiedene geologische Formen auftreten und unterschiedliche Weine angebaut werden, entsteht eine schier unendlich große geschmackliche Vielfalt. Diese Vielfalt entsteht trotzdem drei Viertel der Weine weiße Weine sind. Die Weinberge selbst ziehen sich in diesem Weinanbaugebiet von Martinstein bis Bingen. Außerdem finden sie sich an den Tälern rund um Guldenbach und Glan bis nach Alsenz.
Die Weine
Wie bereits erwähnt, werden im frostfreien und ausgeglichenen Klima des Weinanbaugebiets Nahe vorrangig weiße Weine angebaut. Hierbei sind die häufigsten Sorten der Riesling, der Rivaner, der Müller-Thurgau und der Weiß- und Grauburgunder.
Ein Viertel der Anbaufläche wird mit roten Weinreben bebaut. Darunter finden sich meist der Dornfelder und der Portugieser, die besonders gut gedeihen.
Die Landschaft
Die einzigartige Landschaft ist geprägt von den Naturgewalten der Vergangenheit. Sie besticht nicht nur durch wunderschöne Weinberge, die sich entlang der Naheweinstraße schlängeln, die insgesamt 110 Kilometer lang ist. Genauso können Touristen die Umgebung bewundern, die abwechslungsreichen Landschaften und die vielfältige Natur erleben. Viele Sehenswürdigkeiten in diesem Weinanbaugebiet erinnern an die Zeit der Römer, die ebenfalls die herrlichen Weine zu schätzen wussten.
Doch auch kulinarisch bietet die Region einiges. Das bekannteste Gericht sind wohl die „Dippegucker“, die jedes Jahr zum „Fest rund um die Naheweinstraße“ gereicht werden. Ebenfalls können die Besucher sich bei Ritterspielen aufhalten und zahlreiche Burgen besichtigen.
Die Kurorte Bad Kreuznach, Bad Münster am Stein oder Bad Sobernheim laden zu einem Wellness-Urlaub, bei dem ein guter Schluck Wein nicht fehlen darf, natürlich ebenfalls ein.
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