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Schokolade in Europa

Schokolade in Europa


 

Als die Schokolade Europa eroberte, herrschten gerade die Glaubenskriege und ständig änderten sich die Grenzen. Aus diesem Grund kann auch nicht genau nachgewiesen werden, wann die Schokolade in welchem Land ihren Einzug hielt. Nur eines kann mit Gewissheit behauptet werden, dass die Schokolade zwischen den Klöstern einen regen Austausch fand, aber genauso verbreiteten die Königs- und Fürstenhäuser dieses edle Getränk. 

 

Es wird vermutet, dass nach Spanien die Schokolade nach Italien gelangte, allerdings bestand das Land damals aus vielen kleinen Gebieten, die unterschiedliche Herrscher besaßen. Vor allen Dingen wird vermutet, dass die katholische Kirche die Schokolade nach Italien brachte, denn der Orden der Jesuiten hatte ein breites Netz in ganz Europa und Mittelamerika mit seinen Klöstern. Aus dem Jahr 1644 existiert ein Bericht von einem römischen Arzt, der über die Wirkungen von Schokolade berichtet. 

 

Nachdem die Schokolade in Italien bekannt war, wurden eigene Rezepte entwickelt. So sind sich die Wissenschaftler heute ziemlich sicher, dass die Italiener die amerikanischen Gewürze durch kräftige Duftstoffe ersetzten. Sie verwendeten schon damals Vanille, Amber und Jasmin und verliehen der Schokolade wieder einen neuen Geschmack. Ebenfalls verwendeten sie für die Zubereitung der Schokolade frische Schalen von Limetten und Zitronen. So besaß der Großherzog von Toskana sein eigenes Rezept für die Jasminschokolade. 

 

Frankreich

 

Es gibt viele Legenden darüber, wie die Schokolade nach Frankreich kam. Eine dieser Geschichten besagt, dass die Botin Anne von Österreich war. Sie wurde von ihren Eltern, Philipp III. und Margarethe von Österreich-Steiermark zur Hochzeit mit dem französischen Thronfolger Ludwig XIII. gezwungen. Das jung vermählte Paar war gerade einmal den Kinderschuhen entwachsen, denn am Tag Ihrer Hochzeit waren Anne und Ludwig im zarten Alter von 14 Jahren. Allerdings bestehen keinerlei Beweise dafür, dass die junge Anne von Österreich wirklich die Schokolade nach Frankreich brachte, es handelt sich nur um eine Legende.

 

Der Kardinal von Lyon war der erste Mensch in Frankreich, der Schokolade genossen hat, das ist in alten Dokumenten belegt. Mit der Schokolade bekämpfte der Kardinal Alphonse de Richelieu seine Stimmungsschwankungen, wie die Melancholie. 

 

Der Kardinal Mazarin kam im Jahr 1643 an den französischen Hof der regierenden Königin Anne von Österreich und übernahm den Posten des Ministers. Der Kardinal stammte ursprünglich aus Italien und von einer seiner Reisen kehrte er im Jahre 1654 mit zwei Köchen aus Italien an den französischen Hof zurück. Diese beiden Köche sollen Spezialisten in der Zubereitung von Kaffee, Tee und Schokolade gewesen sein. 

 

Der Sohn von Anne von Österreich, Ludwig XIV. heiratete 1660 die spanische Prinzessin Maria Teresa und auch diese Ehe wurde von den Eltern beschlossen. Maria Teresa war eine leidenschaftliche Trinkerin von Schokolade, allerdings hatte sich das Trinken der Schokolade in Frankreich noch nicht so durchgesetzt. Jedoch änderte sich diese Einstellung innerhalb von zehn Jahren, danach wurde die Schokolade zu allen Empfängen und offiziellen Anlässen serviert. Im Jahr 1682 starb Maria Teresa und Ludwig der XIV. verbot seitdem das Trinken von Schokolade bei den Empfängen. Jedoch liebten die Menschen schon zu dieser Zeit das Getränk. 

 

Im Jahre 1659 überließ Ludwig der XIV. das landesweite Monopol auf Schokolade dem Händler David Chaliou. In Frankreich durfte nicht jeder Händler mit Schokolade Geschäfte treiben und so verhielt es sich ebenfalls mit dem Trinken. Der Genuss blieb nur dem Adel vorbehalten. 

 

England

 

Bereits um 1650 kam die Schokolade nach England. Die englischen Truppen eroberten 1655 Jamaika und nutzten die von den Spaniern angepflanzten Kakaoplantagen als ihren Lieferanten. Anders als in Frankreich, konnten die englischen Geschäftsleute mit Schokolade handeln und jeder der sie bezahlen konnte, kam in ihren Genuss. Als ein beliebtes Getränk wurde die Schokolade in allen Kaffeehäusern serviert und so kam nicht nur der Adel in den Genuss der Schokolade. Nur einige Jahre zuvor kam der Kaffee nach England, danach folgten schon die Schokolade und der Tee. In der damaligen Zeit tranken die Engländer noch vermehrt Kaffee, da dieser einfach günstiger im Preis war. Dagegen waren der Tee und die Schokolade noch recht teuer, wobei der Tee damals das teuerste Getränk war.

 

Im Allgemeinen wurde die Schokolade in Europa aus Tassen getrunken, jedoch hatten die Engländer ihre eigene Trinkweise. Sie tranken die Schokolade genauso wie den Kaffee aus Tellern. In England wurden die Rezepte einfacher gehalten, als es bei den anderen Ländern der Fall war. Die barocke Zubereitung erschien den Engländern zu aufwändig, vor allem die italienische Art der Zubereitung. Da die Schokolade nicht nur dem Adel vorbehalten war, sondern genauso den Krämern, musste die Zubereitung der Schokolade schneller vonstatten gehen. 

 

Deutschland

 

Erst im 17. Jahrhundert gelangte die Schokolade nach Deutschland, da war sie in den anderen europäischen Ländern schon längst bekannt. Zu dieser Zeit bestand Deutschland noch aus vielen kleinen Ländern und Herzogtümern. Damals war die Schokolade nur in den Apotheken erhältlich und wurde ausschließlich zur Stärkung und als Medizin eingenommen. Erst im Jahre 1673 konnte das Getränk in einer Bremer Kaffeestube genossen werden. Der Niederländer Jan Jantz von Huesden war der Betreiber des Kaffeehauses und erst kurz vorher erhielt er die Erlaubnis ausländische Getränke herzustellen und auch anzubieten. Somit hatte der Niederländer die Lizenz erhalten, Kaffee und Schokolade in seinem Kaffeehaus zu servieren. 

 

Durch den enorm hohen Preis konnten sich in Deutschland nur der Adel und die gut betuchten Bürger den Genuss von Schokolade gönnen, so wie es in den meisten anderen Ländern der Fall war. Bedingt waren die enorm hohen Preise in Deutschland durch die Abgaben und Zölle, die entrichtet werden mussten. In Bremen wurde beispielsweise im Jahr 1695 für den Kakao eine zehnprozentige Abgabe verlangt. König Friedrich II. erhob im 18. Jahrhundert hohe Steuern für den Kakao, damit sollte die Einfuhr dieses Luxusartikels reduziert werden. 

 

Friedrich der Große, Friedrich Schiller und Johann Wolfgang von Goethe waren begeisterte Schokoladentrinker. So schrieb Goethe auf Reisen seiner Frau, dass sie ihm seine Lieblingsschokolade von Riquet nachschicken sollte. Jean George Riquet war der Gründer des gleichnamigen Unternehmens und er war mit Goethe befreundet. Die beiden Männer unterhielten einen regen Schriftverkehr, in dem sich Goethe mehr als einmal über die positiven Wirkungen der Schokolade ausließ. 

 

Die erste Fabrik, in der Schokolade in Deutschland hergestellt wurde, ließ Prinz Wilhelm von der Lippe in Steinhude bauen. Die im Jahr 1756 errichtete Fabrik beschäftigte Arbeiter aus Portugal, die sich mit der Herstellung von Schokolade auskannten. Im 18. Jahrhundert wurde die Schokolade noch in Handarbeit produziert.

 

 

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