Die Pilzsaison beginnt im September und die mutigen Pilzsammler machen sich auf in den Wald. Denn an sonnigen Herbsttagen und in kühl – feuchten Nächten sprießen die Pilze nur so aus dem Boden.
Legen Sie sich nur Pilze in den Korb, die sie zweifelsfrei als essbar und ungefährlich identifizieren können. Es gibt sogar Volkshochschulen, die geführte Kurse anbieten.
Pro Jahr erleiden in Deutschland mehrere hundert Menschen eine schwere bis sogar tödliche Pilzvergiftung.
Nach wie vor sind einige Arten der wild wachsenden Pilze in Europa mit dem radioaktiven Stoff Radiocäsium verseucht, welches beim Reaktorunglück von Tschernobyl 1986 ausgetreten ist.
Um daher auf Nummer sicher zu gehen, raten Experten, nicht mehr als 250 g Waldpilze pro Woche zu verzehren. Da viele von uns diesen kulinarischen Leckerbissen nur einige Male im Jahr haben, sind Sorgen völlig unbegründet.
Tipps zum Pilze sammeln
„Der frühe Vogel fängt den Wurm“. Daher sollten Sie noch vor Sonnenaufgang den Weg in den Wald antreten. So haben Sie die besten Chancen, viele Pilze zu finden.
Für das Pilze sammeln benötigen Sie nur ein kleines Küchenmesser und einen luftdurchlässigen Korb. Anfänger sollten zudem ein Pilzbuch bei sich tragen.
Wo viele Brennnesseln, Brombeeren und Springkraut wachsen, stehen zumeist keine oder nur wenige Pilze. Stattdessen sollten Sie dichte Laub- und Mischwälder aufsuchen, weil sich hier besonders viele Pfifferlinge und Steinpilze finden.
In der Nähe von Kiefern und Fichten wachsen oftmals Maronen.
Essen Sie die Pilze niemals roh. Viele Pilze sind im ungekochten Zustand giftig.
Aufbewahrung und Zubereitung
Pilze müssen noch am gleichen Tag zubereitet werden, nachdem Sie sie gründlichst unter fließend kaltem Wasser gewaschen haben. Damit verhindern Sie auch einen unnötigen Verlust an Nährstoffen und Vitaminen.
Bis dahin müssen die Pilze an einem gut gelüfteten Platz gelagert werden.
Es ist ein Irrglaube, wonach Pilze nicht ein weiteres Mal erwärmt werden dürfen. Sie dürfen aber nicht älter als zwei Tage sein und müssen unbedingt im Kühlschrank aufbewahrt werden.
Zudem sollten sie auf mindestens 70 Grad erhitzt werden.
Das erstmalige Erhitzen der frischen Pilze sollte für mindestens 15 Minuten erfolgen.
Sinnvoll ist es, die Lamellen bzw. Röhrenschicht bei Wildpilzen zu entfernen, um so auch die Schwermetalle zu beseitigen.
Salzen Sie die Pilze erst am Ende der Zubereitung. Denn das Salz entzieht den Pilzen das Wasser und macht sie so zäh.
Welches Gericht Sie mit den Pilzen zubereiten, bleibt ganz allein Ihnen überlassen. Die Vielfalt an Pilzgerichten ist riesig und sorgt für viel Abwechslung.
Viel Spaß beim Sammeln und Guten Appetit!
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