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Schokolade in der Kirche und Medizin

Schokolade in der Kirche und Medizin


 

Da in vielen europäischen Ländern die katholische Kirche vorherrschte, kam eines Tages die Frage auf, ob die Schokolade zu den Getränken oder zu den Speisen gezählt werden musste. Denn die Katholiken mussten ihre Fastenzeit einhalten, würde die Schokolade zu beiden Kategorien dazu gehören, dann dürften die Katholiken die Schokolade nicht zwischen Mitternacht und dem heiligen Abendmahl zu sich nehmen. Ebenfalls dürften sie keine Schokolade während ihrer Fastenzeit genießen, die immerhin 40 Tage dauerte oder während der anderen Fastentage. 

 

Bei dieser Frage konnte kein gemeinsamer Nenner gefunden werden, es entstanden unendliche Diskussionen zwischen den Befürwortern und den Gegnern der Schokolade. Die eine Gruppe bestand darauf, dass die Schokolade als Getränk eingestuft wurde und die andere Seite sprach dagegen, dass das Getränk zu nahrhaft ist, um nur als ein Getränk eingestuft zu werden. Die Jesuiten befürworteten, dass die Schokolade auch während der Fastenzeit genossen werden durfte. Das ist nicht verwunderlich, denn sie betrieben einen regen Handel damit. Die puritanischen Dominikaner waren zu dieser Zeit gegen alles, was die Jesuiten sagten, somit war es kein Wunder, dass keine Einigung zustande kam. Immer wieder mussten sich verschiedene Päpste mit dieser Streitfrage auseinander setzen. So wurde dieses Problem unter anderem an Papst Clemens VII., Gregor XIII., Paul V., Urban VIII., Pius V., Clemens XI., sowie Benedikt XIV. herangetragen und jeder von ihnen sagte, dass die Schokolade genauso während des Fastens getrunken werden darf, da es ein Getränk ist. 

 

Die Medizin

 

Im Mittelalter wurden die medizinischen Theorien auf der Basis der überlieferten Humoralpathologie aus den Zeiten der Antike zusammengestellt. Diese Zusammenstellung war oftmals vollkommen wertlos oder im schlimmsten Fall sogar schädlich. Diese Theorie besagte, dass durch eine falsche Mischung der körpereigenen Säfte die Krankheiten entstehen. Unter diesen Säften wurden das Blut, der Schleim, sowie die gelbe und schwarze Galle verstanden. Diesen Säften wurden die Elemente Erde, Luft, Wasser und Feuer gleichgesetzt, hinzu kamen noch die Temperamente, also die Gemütszustände. Diese Theorie der Humoralpathologie erweiterte noch Galen, der ungefähr 130 v. Chr. geboren wurde. Nach seinen Behauptungen seien die körpereigenen Säfte jeweils kalt oder heiß und trocken oder feucht. So ist das Blut nach Galens Ansicht feucht und heiß. Nach der Ansicht von Galen sollten die Krankheiten mit Gegensätzen behandelt werden, das heißt, dass das Fieber mit „kalten“ Mitteln behandelt werden muss. Da der römische Arzt viel Wert auf die Ernährung legte, ordnete er alle Lebensmittel in dieses Schema ein. Ebenfalls wurde die Schokolade mit in dieses System eingeordnet und fasste somit Fuß in Europa. Ungefähr um 1570 reiste der spanische Hofarzt Francisco Hernández im Auftrag von Philipp II. nach Mittelamerika und untersuchte die einheimischen Pflanzen. Den Kakaobaum stufte der Hofarzt als „dem Wesen nach gemäßigt“ ein. Dabei sprach er dem Kakao eine Neigung zum „Kalten und Feuchten“ zu. Damit wurde die Schokolade als Heilmittel zur Behandlung gegen Fieber bei heißem Wetter eingesetzt. 

 

Ebenfalls waren die in der Schokolade enthaltenen Gewürze entscheidend für den Erfolg, dass das Getränk als gesundheitsfördernd eingestuft wurde. Nach dem Urteil von Hernández seien die Gewürze zum größten Teil als „heiß“ zu bezeichnen. Damit würden sie sich hervorragend zur Behandlung gegen Koliken und Magenschmerzen eignen. Über die gesundheitlichen Aspekte teilten sich die Meinungen, doch wurde das Getränk als nahrhaft und gesund anerkannt und setzte sich bei den Menschen immer mehr durch. Der Hauptgrund hierfür war, dass die Schokolade einen sehr guten und angenehmen Geschmack hatte und so setzte sie sich bei den europäischen Herrschern und Adligen als das beliebteste Getränk durch.

 

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